„Wenn sich Friedberg weiter als ‚Stadt der Bildung‘ profilieren will, dann dürfen wir die Interessen, Sorgen und Nöte der Johann-Philipp-Reis Berufsschule nicht aus den Augen verlieren.“, betonte der künftige Friedberger Bürgermeister Dirk Antkowiak. Zusammen mit dem Schuldezernenten Jan Weckler (CDU) und Vertretern der Friedberger CDU hatte man sich mit Schulleiterin Jutta Tschackert und dem für Finanzfragen zuständigen Abteilungsleiter Guido Rotter getroffen. Im Gespräch ging Dirk Antkowiak auf die von der Schulleitung vorgetragenen Wünsche ein. Da steht an erster Stelle die Parkraumsituation rund um die Johann-Philipp-Reis-Schule. Ein Großteil der 1900 Schüler und über 100 Lehrkräfte kommen mit dem Auto zur Schule. Eigene Parkplätze hat die Schule nur wenige. Und wenn erst einmal alle Wohnungen im Bereich der ehemaligen Housing Area belegt sind und auch der Kindergarten gebaut ist, stellt sich die Frage: Wohin mit den ganzen Autos? Kreisschuldezernent Jan Weckler zeigte Verständnis für die Situation, verwies aber zugleich auf das Gleichbehandlungsprinzip. Der Wetteraukreis richte sich bei Schulerweiterungen oder Neubauten bezüglich der Parkplätze grundsätzlich nach der Stellplatzsatzung der jeweiligen Kommune. Hier könne das Kasernengelände durchaus Möglichkeiten zur Einrichtung von notwendigen Stellplätzen bieten. Das wolle man, so Dirk Antkowiak, gerne prüfen.

Ein weiteres Problemfeld für die Schule ist die Unterbringung der Schülerinnen und Schüler im Fachbereich „Fachangestellte/r für Bäderbetriebe“ und im Fachbereich Bautechnik für die Ausbildungsberufe „Holz- und Bautenschützer/in“. Friedberg ist Standort der Landesfachklasse der Fachangestellten für Bäderbetriebe für ganz Hessen, bei den Holz- und Bautenschützern kommen die Schüler sogar aus ganz Süddeutschland. Zur Zeit müssen sich die Schüler selbst um die Unterbringung in und um Friedberg kümmern. Ein, so Jutta Tschackert, nicht einfaches Unterfangen. Hier regt Frau Tschackert an, im Rahmen der Überplanung des Kasernengeländes an die Errichtung einer Jugendherberge oder eines Hostels zu denken. „Dies wäre auch aus touristischer Sicht, ich denke da auch an Klassenfahrten, ein interessanter Standort.“, gab Jan Weckler den Friedberger CDU-Vertretern mit auf den Weg.

Dirk Antkowiak und die Friedberger CDU-Vertreter versprachen Jutta Tschackert und Guido Rotter, sich gemeinsam mit Jan Weckler um die vorgetragenen Sorgen und Wünsche zu kümmern.

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