"Sie sehen, wir werden den Standort Friedberg nicht opfern, sonst hätten wir nicht so viel Geld in die Sanierung dieses Gebäudes gesteckt." Mit diesen Worten begrüßte Rainer Schwarz, Präsident der Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg (IHK), die Vertreter der Friedberger CDU unter Führung des Parteivorsitzenden Bernd Wagner und des Fraktionsvorsitzenden Olaf Beisel.

Nach einer Komplettsanierung innen wie außen erstrahlt das Gebäude der IHK am Friedberger Goetheplatz 3 in neuem Glanz. Doch was sind die Aufgaben der IHK? Was passiert in diesem Gebäude?

Die IHK-Experten Beate Hammerla, Leiterin der Geschäftsbereiche Existenzgründung und Unternehmensförderung, Innovation und Umwelt, Dr. Frank Wendzinski, Leiter des Geschäftsbereichs Standortpolitik und sein Mitarbeiter Christian Thiel sowie Präsident Rainer Schwarz stellten sich den Fragen der CDU. Ergänzt wurde die Runde durch Klaus Karger von der Wirtschaftsförderung Wetterau. Zunächst erläuterte Rainer Schwarz den CDU-Vertretern, dass die IHK Gießen-Friedberg die offizielle Interessensvertretung von Gewerbetreibenden in den drei Landkreisen Wetterau, Gießen und Vogelsberg ist. Sie vertritt deren Interessen gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Derzeit bereite man eine Fusion mit der IHK Lahn-Dill vor. Dann reicht das Einzugsgebiet von Biedenkopf bis Bad Vilbel und von Lauterbach bis Dillenburg und ist so groß wie das Saarland. Damit möchte man der heimischen IHK noch mehr "Gewicht und Bedeutung" verleihen.

Die IHK bietet die verschiedensten Leistungen rund um den geschäftlichen Alltag an, aber auch Unterstützung für angehende Unternehmen oder Auszubildende. Sie fungiert außerdem als zentrales Organ für die Ausbildung und setzt zum Beispiel die Standards für Lehrinhalte fest und übernimmt Prüfungen. Insgesamt gibt es in Hessen zehn IHK’s. "Dabei ist die IHK Gießen-Friedberg die federführende Kammer in Hessen im Bereich Steuerpolitik", erklärte Rainer Schwarz.

Zum Thema Standortpolitik erläuterte Dr. Frank Wendzinski, dass die IHK Stellungnahmen zu Planungsvorhaben abgibt, bei denen unterschiedliche Interessen verschiedener Wirtschaftszweige (zum Beispiel Einzelhandelsstandorte im Konflikt City/grüne Wiese, Gewerbegebiete im Konflikt Industrie/Fremdenverkehr) abzuwägen sind. Zum Thema Standortpolitik gehörte auch die Erstellung eines Praxishandbuches zum Thema "Baustellenmarketing - Umsatz trotz Baustelle". Mit Blick auf die geplante Umgestaltung der Kaiserstraße übergab er ein Exemplar an die CDU-Vertreter. Und eine wichtige Aufgabe gerade in Friedberg am Standort der Technischen Hochschule Mittelhessen sei, so Beate Hammerla, die Beratung von Existenzgründungen oder Start-ups. Dazu biete die IHK zahlreiche Seminarprogramme an.

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