Bei der Fahrt durch den Grünen Weg im Friedberger Gewerbegebiet fällt er sofort auf, der weiße Industrieroboter an der Straße. Und dahinter Parkplätze und Gebäude mit den drei roten Buchstaben „ABB“. Was verbirgt sich hinter diesen Buchstaben? Und war hier nicht einmal die Firma ASEA? Das fragte sich auch die Friedberger CDU und vereinbarte einen Besuchstermin. So wurden der neue Bürgermeister Dirk Antkowiak, Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, CDU-Vorsitzender Bernd Wagner sowie weitere Mitglieder aus Fraktion, Vorstand, Junger Union und Senioren Union von Andreas Stark und Bernd Körber von ABB Robotics empfangen. „Der Name ABB entstand 1991 durch die Fusion von ASEA und BBC“, erklärte Andreas Stark. ASEA entstand 1890 im schwedischen Västeras und brachte 1974 den weltweit ersten vollelektrischen Industrieroboter auf den Markt, der von einem Mikroprozessor gesteuert wurde. BBC ,1891 in der Schweiz gegründet wurde vor allem auch durch seine Haushaltsgeräte bekannt. Kühlschränke, Herde und Gefriertruhen von BBC standen in den Küchen der 60er-Jahre in vielen Haushalten in Deutschland. „Heute ist ABB ist ein global führendes Technologieunternehmen in den Bereichen Elektrifizierungsprodukte, Robotik und Antriebe, industrielle Automation und Stromnetze mit Kunden in der Energieversorgung, der Industrie und im Transport- und Infrastruktursektor,“ erläutert Bernd Körber, kaufmännischer Leiter von ABB Robotics in Friedberg. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Ländern tätig, beschäftigt etwa 150.000 Mitarbeitende und hat seinen Hauptsitz in Zürich.
Während in Västeras und Shanghai ABB- Roboter produziert werden, ist Friedberg der größte deutsche Standort für Service, Schulung und Vertrieb von ABB- Robotern. ABB Robotics in Friedberg verfügt über ein Schulungszentrum mit 30 Robotersystemen der aktuellen Generationen, an denen pro Jahr über 3.000 Personen geschult werden. Von Friedberg aus wird die Installation und Inbetriebnahme von ABB-Robotern ebenso betreut wie die patentierte kabellose Fehlerbehebung oder die Wartung und Reparatur der Roboter vor Ort. Dafür stehen 450 Mitarbeiter bereit, die zum Standort Friedberg gehören. „Wir brauchen dringend Parkplätze!“ Andreas Stark, zuständig für die Weiterentwicklung des ABB- Standortes Friedberg, belegte dies mit der Firmenphilosophie: potentielle Kunden sollen nach Friedberg kommen, um hier einfach und schnell die perfekte Roboterlösung für die gewünschte Anwendung zu finden. Und diese Kunden kommen fast ausschließlich mit dem Auto.

Zum Schluss konnte die Delegation der Friedberger CDU noch YuMi bestaunen. YuMi ist der erste kollaborierenden Zweiarm-Roboter. Der Roboter wurde 2015 für eine neue Ära der Automatisierung entwickelt, in der Mensch und Roboter Hand in Hand an einer Aufgabe arbeiten, zum Beispiel bei der Kleinteilmontage. Das Design ist ganz auf Sicherheit ausgelegt: YuMi arbeitet aus sich selbst heraus sicher. So werden bei vielen Anwendungen Schutzzäune überflüssig.

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